Leistungsangebot Augen

Diagnostik:

  • Augenuntersuchung mittels Spaltenlampe (Untersuchung der Lider, Bindehaut, Hornhaut, Iris und Linse)
  • Augenuntersuchung direkte und indirekte Ophthalmoskopie (Untersuchung von Glaskörper und Netzhaut)
  • Augendruckmessung
  • Messung der Tränenproduktion
  • Floresceintest, Rosebengaltest zur Überprüfung auf Verletzungen der Hornhaut
  • Gonioskopie (Kammerwinkeluntersuchung mit Speziallinse)
  • Biopsieentnahme im Bereich der Lider, Bindehaut und Hornhaut
  • Kammerwasserpunktion zur Abklärung von Entzündungen im Augeninnern
  • Augenultraschalluntersuchung
  • Elektroretinographie (Überprüfung der Netzhautfunktion)
  • Augenvorsorgeuntersuchungen bei Rassehunden

Chirurgie: 

  • Operation von Lidverletzungen und Tumoren im Lidbereich
  • Cryobehandlung von fehlwachsenden Wimpern und Lidtumoren
  • Operationen im Bereich der Nickhaut (Verletzungen, Tränendrüsenvorfall)
  • Operation von Hornhautverletzungen (Hornhautnaht, Bindehauttransplantat)
  • Glaukomoperation mittels Laser (Lasercyclophotokoagulation)
  • Kataraktoperation (Operation des Grauen Stars) mit Kunstlinsenimplantation
  • Entfernung von verlagerten Linsen (Linsenluxation)
  • Laserretinopexie (Behandlung von Teilabgelöster Netzhaut)

Augenerkrankungen Katze (Teil 1)

Augenkrankheiten bei Katzen sind keine Seltenheit. Dabei stehen Entzündungen der Bindehaut, die durch die Erreger des Katzenschnupfens verursacht werden, sowie Verletzungen durch Katzenkämpfe im Vordergrund...

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Augenerkrankungen Katze (Teil 2)

In Teil 1 (KM 1/05) haben wir über Krankheiten der Lider, der Bindehaut und Hornhaut berichtet. Diesmal wenden wir uns Erkrankungen der Iris, der Linse und der Netzhaut zu. Hierbei ist anzumerken, dass eine potenzielle Gefahr für das Sehvermögen besteht, wenn das Augeninnere betroffen ist...

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Augenerkrankungen Hund

In diesem Artikel wird auf Erkrankungen der Augen eingegangen, die beide Augen betreffen und potenziell zu einer starken Einschränkung des Gesichtsfelds oder gar zur Erblindung führen können. Dabei handelt es sich häufig um Krankheiten, die vererbt werden, oder bei denen eine Rassenveranlagung besteht. Auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Infektionen oder Tumore (z. B. das Lymphom) können zur Erkrankung beider Augen führen und das Sehvermögen gefährden...

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Grauer Star

Beim grauen Star (Katarakt) handelt es sich um eine Trübung der Linse. Diese Linsenveränderungen können angeboren, vererbt, oder die Folge von Krankheitsprozessen (Entzündungen, Netzhauterkrankungen) im Augeninnern sein. Diabetes mellitus beim Hund führt in den meisten Fällen zur Eintrübung der Linsen.

Linsentrübungen, die zur Einschränkung des Sehvermögens führen, können operiert werden. Dabei wird das Auge über einen 2.8 mm grossen Schnitt eröffnet und die Linse mittels Ultraschallwellen (Phakoemulsifikation) zertrümmert und abgesogen. Eine faltbare Kunstlinse wird in den zurückbleibenden Kapselsack implantiert.

Sehvermögen

Das Sehvermögen unserer Haustiere wird durch verschiedene Komponenten beeinflusst. Neben dem Erkennen von Licht und Bewegung, ist das Sehen auch von der Sehschärfe, der Tiefenschärfe und dem Farbsehen abhängig.

Die Katze verfügt über ein sehr gutes Nachtsehen. Ihre Netzhaut hat einen hohen Anteil an Stäbchenrezeptoren. Diese reagieren 7x empfindlicher auf Licht, als diejenigen des Menschen. Das Tapetum lucidum ist ein Teil der Aderhaut. Diese liegt hinter der Netzhaut und leuchtet gelb-grünlich. Das einfallende Licht wird durch das Tapetum lucidum zurück auf die Sehrezeptoren reflektiert. Dieser Vorgang ist 130x stärker, als die Reflektion der menschlichen Netzhaut. Der Hund verfügt ebenfalls über einen hohen Anteil von Stäbchenrezeptoren und ein Tapetum lucidum. Die reflektierende Wirkung und die Lichtempfindlichkeit sind jedoch weniger effizient als bei der Katze.

Der Mensch besitzt während dem Tag eine 10-12x bessere Bewegungs-wahrnehmung als die Katze.

Die Sehschärfe wird durch die Möglichkeit Gegenstände separat und klar zu sehen bestimmt. Probleme im Bereich der Hornhaut, des Kammerwassers, der Linse und des Glaskörpers führen zu Störungen der Lichtbrechung. Hund und Katze haben eine nahezu emmetrope Lichtbrechung (die Lichtstrahlen werden exakt auf die Netzhaut gebrochen). Bei gewissen Rassen (Deutsche Schäfer und Rottweiler) konnte eine Kurzsichtigkeit (Myopie) festgestellt werden. Hornhautverkrümmungen, die einen parallelen Lichteinfall auf die Netzhaut verunmöglichen, sind bei Hund und Katze selten.

Beim Menschen wird mit dem Snellenfaktor die Sehschärfe bestimmt. Eine Sehschärfe von 20/20 bedeutet, dass eine normal sehende Person aus 20 Fuss Entferung ein bestimmtes Objekt (z.B. Buchstabe) erkennen kann. Beim Hund wird ein Snellenfaktor von 20/75 und bei der Katze zwischen 20/100 und 20/200 angenommen. Das heisst, dass ein normal sehender Hund Details aus 20 Fuss Entfernung sehen kann, die ein normal sehender Mensch aus 75 Fuss Entfernung erkennen kann.

Die Akkommodation, ist die Möglichkeit Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung, mittels raschem Wechsel der Brechkraft, scharf zu sehen. Die Akkommodation scheint bei Hund und Katze limitiert zu sein. Beim Hund liegt der Wert bei 2-3 Dioptrien, bei der Katze um 4 Dioptrien. Im Vergleich dazu können Kinder bis zu 14 Dioptrien akkommodieren.

Hunde wie Katzen können Farben sehen, obwohl sie weniger farbsensitive Zapfenrezeptoren besitzen als der Mensch. Hunde scheinen ein ähnliches Farbensehen zu haben, wie Personen, die unter einer Rot-Grün-Farbenblind-heit leiden. Beim Hund konnten zwei verschiedene Zapfenrezeptoren mit einem Absorptionsmaximum von 430-475 nm und von 475-485 nm (vom Hund als blau und gelb wahrgenommen) gefunden werden. Bei der Katze wurden sogar drei verschiedene Zapfenarten entdeckt. In Tests konnten die Katzen jedoch scheinbar nur zwei Farbspektren unterscheiden.

Herpesvirus - Erkrankung am Katzenauge

Das Feline Herpesvirus ist weit verbreitet in der Katzenpopulation. Neben Katzenschnupfensymptomen werden vorwiegend Veränderungen im Bereich der Augen beobachtet. Dabei reicht das Spektrum von der leichten Bindehautentzündung bis zu gravierenden Hornhautveränderungen mit Beeinträchtigung des Sehvermögens...

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Wie behandle und reinige ich die Augen richtig?

Eine tägliche Reinigung der Augen sollte nur nach ausdrücklicher Anweisung Ihres Tierarztes erfolgen. Vor einer Augenbehandlung ist es wichtig, dass Schleim und Krusten entfernt werden. Dies verbessert die Wirkung der Medikamente...

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Ihr Fachspezialist

Juerg Bolliger

Dr. med. vet. Jürg O. Bolliger

Dipl. ECVO

hat sich auf dem Gebiet der Augenerkankungen spezialisiert