Ratgeber

Entwurmungen bei Hunden und Katzen

Jungtiere:

Hundewelpen sollten im Alter von 2 Wochen und Katzenwelpen im Alter von 3 Wochen gegen Spulwürmer das erste Mal entwurmt werden. Danach wird die Entwurmung alle zwei Wochen bis zwei Wochen nach der letzten Aufnahme von Muttermilch wiederholt. Weiter werden die Junghunde bis zu einem Alter von 6 Monaten 1 mal monatlich entwurmt.


Erwachsene Hunde und Katzen:

Erwachsene Hunde und Katzen sollten in der Regel mindestens 4 mal jährlich entwurmt werden. Es ist jedoch wichtig das Wurmschema nach individuellen Bedürfnissen anzupassen. So sollten zum Beispiel Jagdhunde und andere Hunde, welche ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, monatlich gegen Bandwürmer (Fuchsbandwurm) behandelt werden.


Für eine individuelle Beratung können Sie uns jederzeit kontaktieren!


Ach du "dicker Hund"

Wie bei uns Menschen spielt auch bei unseren geliebten Haustieren die richtige Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle für ein vitales und gesundes Leben.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass ca. 20 - 40% unserer Hunde und Katzen in den Industriestaaten an Uebergewicht leiden! Der stolze Hunde-, Katzen- respektive Haustierbesitzer spricht von gut genährt, die Ernährungswissenschaft aber einfach von zu dick.

Zu viel Fett auf den Rippen kann, wie beim Menschen auch, bei unseren geliebten Haustieren zu schweren Krankheiten führen.

Die Lebenserwartung kann bis um durchschnittlich 2 Jahre sinken. Das zu hohe Körpergewicht beeinträchtigt die Lebensqualität. Tiere mit bestehenden Kreislauf- oder Atemwegsproblemen, aber auch mit Gelenkserkrankungen leiden besonders unter den zusätzlichen Pfunden.

Bei übergewichtigen Katzen steigt das Risiko an Diabetes mellitus zu erkranken.

Zahnhygiene und Gesundheit

Reinigung der Zähne.
Reinigung der Zähne

Gesunde Zähne sind auch bei unseren Haustieren nicht eine Selbstverständlichkeit. Die häufigsten Probleme sind Zahnsteinbefall ferner eitrige Zahnwurzelentzündungen und Zahnfrakturen. Zahnfehlstellungen kommen häufig bei Kaninchen und Meerschweinchen vor.

Die Zähne sind bis ins hohe Alter ein wichtiges Werkzeug für die Futteraufnahme und deren Verdauung.

Hunde kann man bereits als Welpe spielerisch an eine gewisse "Mundhygiene" gewöhnen.

Spezialfutter, Hundezahnbürsten und -zahnpasta, Trinkzusätze und verschiedene Kauartikel helfen mit die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleischs zu fördern.

Um die Zahl der tierärztlichen Zahnbehandlungen zu reduzieren, ist dreimal wöchentliches Zähneputzen nötig.

Giftig für Hunde und Katzen

Giftig für Hunde und Katzen
Vergiftungen sind oft die Folge von tierischer Neugier, aber auch menschlicher Fahrlässigkeit und Unwissen. Verschiedene Haushalts- und Nahrungsmittel, die für uns Menschen unbedenklich sind, können schlimme Vergiftungssymptome bei unseren Haustieren auslösen.

 

www.toxi.ch

Kastrationsinformation Hündin

Seit 1990 empfehlen und praktizieren wir die Frühkastration der Hündin vor der ersten Läufigkeit.
Da viele Meinungen über diesen Eingriff kursieren, möchten wir Ihnen Vor- und Nachteile erklären.

Eine unkastrierte Hündin wird in der Regel im Alter von 6 bis 7 Monaten geschlechtsreif (einige Rassen auch später). Zwei Läufigkeiten pro Jahr sind die Regel. Eine Läufigkeit dauert bis 3 Wochen.
Charakteristisch sind blutiger Scheidenausfluss und möglicherweise Verhaltensänderungen. Nach der Läufigkeit steht die Hündin während 60 Tagen unter dem Einfluss des Schwangerschaftshormones Progesteron. Wird die Hündin nicht gedeckt, kann ein Stadium der Scheinträchtigkeit mit Anschwellen des Gesäuges und Verhaltensänderungen auftreten.

Durch die Kastration wird eine Hündin unfruchtbar. Das gleiche Ziel kann mit einer langdauernden Hormontherapie erreicht werden.

Vorteile der Kastration
- Senkt Risiko für Gesäugetumore
- Keine Gebärmuttervereiterung
- Keine Scheinträchtigkeit
- Keine Läufigkeit während der Ferien (Bsp. Ferienheim)
- Keine Fehldeckung

Nachteile der Kastration

- Harntröpfeln möglich
- Fellveränderungen bei Hunden mit glänzendem Deckhaar möglich

Zu beachten gilt
- Gewichtszunahme: nach einer Kastration wird der Kalorienverbrauch gesenkt. D.h. eine Gewichtszunahme muss durch eine massvolle Fütterung vermieden werden.

Hunde beim Tierarzt

Der Tierarztbesuch soll eine positive Erfahrung für unsere 4-Beiner sein. Es ist eine sehr spannende und aufregende Sache. Wir möchten Ihnen hier einige Tips geben, damit sich Ihr Hund beim Tierarzt wohl fühlt.

Nehmen Sie sich genügend Zeit und kommen Sie etwas früher zur Praxis. Lassen Sie Ihren Hund noch kurz beim Robidog herumschnüffeln und versäubern.

Signalisieren Sie Ihrem Hund durch Ihre Entspanntheit, dass alles in Ordnung ist. Versuchen Sie Ihren Welpen oder Hund nicht mit beruhigenden Worten zu trösten. Diese leise und sanfte Stimme und die gut gemeinten Streicheleinheiten versteht Ihr Hund als LOB. Dadurch werden Unsicherheitsgefühle oder Angst bestärkt.
Am Besten wird eine vorhandene Unsicherheit ihres Hundes ignoriert.

Loben Sie Ihren Hund wenn er sich ruhig und korrekt verhält und dann mit klarer, deutlicher Stimme.
Geben Sie ihm Leckerlis für gutes Verhalten (nicht bei Hunden welche nüchtern gebracht werden müssen), dies gibt ein positives Gefühl und Fressen beruhigt erst noch die Nerven.

Versuchen Sie so viel Abstand wie möglich zum nächsten Hund oder anderen Patienten zu halten.
Viele Hunde haben gerne einen "Individualabstand" (Anstands- / Sicherheitsabstand) zu anderen Hunden.

Wenn möglich sollten Sie die Leine immer locker, durchhängend halten. Eine gestreckte, angespannte Leine fördert durch den Zug am Halsband die Angst und möglicherweise die Aggressionsbereitschaft gegenüber anderen Hunden oder unserem Praxisteam.

Zecken im Vormarsch

Je nach Temperatur beginnt die Zeckensaison in unserer Region bereits mitte Februar. Im Frühling und Frühsommer steigert sich das Zeckenaufkommen zum Höhepunkt. In den heissen Sommermonaten geht der Zeckenbestand stark zurück um im Spätsommer erneut besonders gehäuft aufzutreten.

Wenn der Hund, die Katze oder aber auch der Mensch im Buschwerk sowie im Unterholz herumstöbert oder höheres Gras durchläuft, reagiert die Zecke auf dessen Körpergeruch und dessen abstrahlende Körperwärme.
Streift nun das Opfer an der Zecke vorbei, hält diese sich mit ihren Widerhacken an ihren Vorderbeinen blitzschnell am Wirt fest. Auf dem Pfer sucht sie sich eine geeignete Stelle um sich dort mit ihrem Mundwerkzeug in der Haut fest zu bohren. Sie bevorzugen Stellen an denen die Haut dünner ist.

Männliche Zecken saugen wenig Blut, sind dunkelbraun und ca. 1.5mm lang.

Weibchen sind heller braun etwas grösser und können, voll gesogen mit Blut, ein Mehrfaches ihres Körpergewichtes zu nehmen.

Sobald sie vollgesogen sind lassen sich die Weibchen fallen und legen ihre 1000 - 3000 Eier am Boden.

Ihr Fachspezialist

Flurin Tschuor

Dr. med. vet. Flurin Tschuor

Dipl. ACVIM & ECVIM-CA

hat sich auf dem Fachgebiet der Inneren Medizin spezialisiert

Ihr Fachspezialist

Juerg Bolliger

Dr. med. vet. Jürg O. Bolliger

Dipl. ECVO

hat sich auf dem Gebiet der Augenerkankungen spezialisiert